Eine Art von innerlichem Selbstportrait
Alien Boy

Dieses Bild entstand als Experiment eines inneren Selbstportraits. Hier sind die Diskrepanzen des Inneren über  das, was mich von den Menschen ausklammert, als Äußerlichkeiten dargestellt.

Seit meiner frühen Kindheit musste ich mir immer neu anhören, ich sei nicht "normal" , nicht so, wie die Anderen.

Diese Messlatte zur Bewertung eines Menschen, immerzu mit einer diffusen Menge von anderen verglichen zu werden, hat mein gesamtes Menschenbild als auch die Selbstwahrnehmung geprägt, und dessen Auswirkungen haben mich zeitweilig von der Gesellschaft Abstand nehmen lassen. Seit der  Erkenntnis im alter von etwa 9 -10 Jahren, die mir sagte,  das Konzept der Normalität im Bezug auf den Menschen über das Individuum ad absurdum geführt wird, fiel es mir etwas leichter, damit umgehen zu lernen, dass ich von Menschen selten geduldet werde, und noch weniger oft akzeptiert.

Ich kam mir als Kind sehr oft unerwünscht und anders vor, wie so ein Alien, das auf der erde ausgesetzt wurde, um vielleicht als Versuchskaninchen zu dienen, an dem beobachtet wird, ob und wie gut es mit den anderen Menschen zurecht kommen mag. Diese Vorstellung floß mit in das Bild hier ein, als auch die immerzu gefühlte Trennwand, wo immer ich mich unter Menschen bewege, dieser Art von Wertung nach Eigenschaften und Vergleichsunterschieden zu der großen Masse unterzogen zu werden.

Mit solchen bildern möchte ich die Überlegung zu Unterschieden, Typisierungsmethoden und Abgrenzungsverhalten in Homo sapiens anregen, als auch kritisieren, dass Menschen aufgrund höherer Andersartigkeit eine beinahe automatische Anderswertigkeit zugedacht wird.

 

es ist nicht krank, anders zu sein, nicht falsch, anders zu empfinden, und nicht schädlich, wenn anders Seiende, Fühlende und  Aussehende  als richtige Menschen anerkannt werden.

Die Streubreite der natürlichen Diversität ist bloß höher als der Begriff des menschlichen Verstands.

Darstellung einer Überlegung
The varying consistency of time

Das Bild wurde als Cover für das Buch "GOON" von Bodo Kroll verwendet.

 

http://g-o-o-n.de/

http://www.bodo-kroll.de/

 

Ursprünglich hatte ich es als Versuch einer Darstellung meiner frühen Überlegungen über die Zeit, Raum, Dimensionen und Multispektralität der formlosen Unendlichkeit in einer Serie konzipiert. Hier wird ein kleiner  Raumzeitstrudel in seiner Wirkung auf die umgebende Konsistenz sichtbar, eine Verbindung zweier Kraftpole in Ra sowohl als auch Gegenraum verursachen einen Übergang. ähnlich wie ein Durchgang zwischen zwei  Wasserbecken einen Austausch von Flüssigem ermöglichen würde. Gedanken um diese Thematik begleiten mich schon sehr lange, ich  bin aber weder physikkonform gebildet, noch folge ich einer dahingehend aktuell meist favourisierten Sichtweise oder einem bestimmten Weltbild. Diese Überlegungen habe ich ohne irgend einen Anspruch an ihre Faktualität oder wissenschaftliche Prüfbarkeit und sie betreffen eher einen Bereich der Science-Fiction, der sich mit Fantasy verbinden kann. Zwar kann ich mir ein in sich endliches Universum nicht vorstellen, aber die Physiker werden ihre Gründe und Lehrengebäude haben, um an so etwas festzuhalten. Ich stelle mir das Universum bzw. die Unendlichkeit, von der unsere Vorstellung des Universums ein winziger Anteil wäre, als multispektral interpretierbares Existentes vor, ähnlich wie einen Über-Raum, in dem alle anderen Räume lagern, der aber sowohl außerhalb von sich selbst ist, als auch sich selbst beinhalten würde. Mir ist klar dass so eine Vorstellung sämtliche Paradoxa hervorreizt, die uns vorstellbar sind. Ich denke aber, dass Paradoxa in einer höheren, multidimensionalen Ebene durchaus Sinn ergeben, bzw. das gleichzeitige Existieren von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kein Problem darstellen. Ich sehe diese Positionen hier lediglich als Ereigniszonen auf einer Art Bewegungsmatrix, und ich nehme an, dass es möglich ist, den Raum so zu drehen, dass eine andere Seinsebene oder Ereigniszone dadurch erreichbar wird. Allerdings nicht beliebig, weil wir mit unseren 3-D-Körpern eingeschränkt navigieren können, und durch die Körperlichkeit an die Kausalität gebunden sind. Aus diesem Grunde halte ich Zeitreisen in vergangene "Schonmalgewesen"-Phasen für unmöglich. Jeder Ereigniswurf verändert die Würfelung der Ereignisse ständig neu,  und die Möglichkeiten sind derart immens, dass vermutlich kein identischer Ist-Zustand einer je gewesenen Ereigniszone jemals wieder neu entsteht...

Drow elf's glimpse
Face in the dark

Long before the times of AVATAR and all the like I had created these face types for two dear friends who some day plan on the making of a movie related to World of warcraft and the Tolkien stories.

 

Lange vor der Zeit von AVATAR und alldem hatte ich diese Art Gesichter für zwei liebe Freunde entworfen, die einen Film planen, der mit WOW und den Geschichten von J.R.R. Tolkien zusammenhängt.

 

Drow elfin's world is said to be a darkness. As for dwellers of the dark it would be usual that their eyes were fairly large, showing a slit center as in cats. Since cats seem to come close to one of the highest develloped night visionists and the Drow elfin's preferrence to large cats for ride and war animals was a given hint, I tried to fuse any possible cat resemblance into the Drow elf characters that seemed fitting.

 

Die Welt der Dunkelelfen wird als eine Dunkle beschrieben. So, wie es für nachtaktive  Bewohner gängig wäre, mussten die Augen in Proportion zum Gesicht relativ groß sein können, eine Schlitzpupille zeigen, wie bei Katzen. Da Katzen wahrscheinlich zu den höchstentwickelten Nachtsehern gehören dürften, und weil Dunkelelfen angeblich einen Vorzug zu Großkatzen als Reit- und Kampftier haben sollen, habe ich versucht so viele katzenartige Eigenschaften als angemessen in diese Charaktere einzubauen.

Remember germany
Remember germany

Remember germany...

remember, germany ?

re-member...

 

Gedankenszenarien über die Erinnerung, das historische Erbe Deutschlands begleiten mich seit der Kinderzeit und abgewälzter Fragestellungen an die Leute, die diese Zeit miterlebt haben. Als Kind konnte man mich abwimmeln, zur Seite schieben, mir vorwerfen, ich würde noch nicht verstehen, was damals alles mitgespielt habe. Meine Beschäftigung mit diesem Thema seit der Ernüchterung im Geschichtsunterricht bzw. über Bücher und Dokumentarfilme, die Anschauung in ehemaligen Vernichtungslagern, Interviews von Zeitzeugen veranlasst mich zuweilen, im Sinne der "Wehret den Anfängen"-Kampagne meine Gefühle und Eindrücke in symbolischen Bildern  umzusetzen. Das ist meine Umgangsweise mit dem Thema WK II, der Shoah, den artverwandten Themen der Menschenverachtung, die auch heute noch ihre zeitlosen Rhizome in die Gegenwart schlagen. Als 10-jähriger Junge hat sich das so ausgewirkt, dass ich mich zunächst dafür zu schämen anfing, ein Deutscher zu sein. Danach folgte ein sich-schämen vor den anderen Tieren dafür, ein Mensch zu sein, was allerdings noch weitreichenderen Überlegungen folgte.

Erinnere Dich, Deutschland -- ist eine Gegenbewegung gegen das Vergessen und Verdrängen, dem heute Stimmen zusprechen, die mit der NS-Thematik und der Vernichtung von wertklassisch minderbewerteten Menschengruppen "übersättigt" erscheinen. Wider dem Vergessen, weil es letztendlich dazu führt, dass sich neu der Nährboden für faschistoide Motive bilden kann, finde ich die dauerhaft weitergeführte Wachhaltung und Konfrontation mit dieser Thematik für wichtig und unablässlich.

 

Vergessen, Verdrängen, Verschweigen und Umdeuten, Verharmlosen und Neu-Interpretieren sollten nicht dazu verleiten, das faktisch Erwiesene aus dem Bewusstsein auszublenden. Den Sinn solcher symbolischen Bilder sehe ich nicht zuletzt auch darin, dafür grade zu stehen, was dieses Land an Menschen verbrochen hat. Erst wenn man sich diese Schuld von der Schulter wischt, muss man sich doppelt dafür schämen, zu den Deutschen zu gehören.