Neben der Musik ist wohl das Schreiben mein hauptsächliches Betätigungsfeld. Da meine Kommunikation in der Kindheit schon über Lesen und Schreiben entfaltet wurde, kann ich schriftlich 1:1 kommunizieren,während ich im persönlichen oder anderem Austausch sozialen Schwierigkeiten begegne. Das hängt parallel,wie ich seit wenigen Jahren weiß, mir dem Asperger Syndrom bzw. Broad Autism Phaenotype zusammen.

Mich weitestgehend schriftlich zu äußern und zu verständigenist also die für mich gängige Weise. Auch benutze ich keine Telefone,und habe ein um etwa 40% herabgesetztes Kommunikations-Skill,wo es zu Gesprächen kommt.

So schreibe ich Briefe oder Emails sehr ausführlich und widerstrebe damit dem modern gewordenen Kurzfassungszwang. Seit die meisten Menschen ständig unter Zeitdruck/Leistungszwängen stehen und im SMS-Stil schreiben,ist die Welt des Austauschs gegenüber früheren Zeiten für mich sehr still und öde geworden.

Da Menschen der aktuellen Epoche  kaum bereit sind,sich noch auf schriftlichen Austausch einzulassen,erfahre ich die Welt der Kommunikation als eher dröge und verhungert.

Meiine Schreibtisch-Arbeit beeinträchtigt dies am Ende kum,doch stelle ich mir vor,dass in düsterer Zukunft nur noch gebrochene Schriftwechsel stattfinden mögen. Wenn diese Zeit kommt,wird sich das Wort am Komma erhängen,und das Semikolon nimmt Gift!
Bis da hin werde ich die elektronische Feder schwingen,auf dass die Bücher niemals enden!

May 2015